In der Müllverbrennung verbrennt der Klimaschutz

Waltraud Galaske, 26.06.2019

In Bayern arbeiten viele Müllverbrennungsanlagen an der Kapazitätsgrenze.
Wie kann das gehen, wenn die Restmüllmengen rückläufig sind und mehr Wertstoffe getrennt erfasst werden?
Neben dem Hausmüll werden in den Müllverbrennungsanlagen "Reststoffe zur thermischen Verwertung" mitverbrannt. Diese setzten sich meist aus gut brennbaren Stoffen wie Plastik und Papier zusammen.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT wendet sich entschieden gegen eine anteilige Bilanzierung als Erneuerbare Energie  bei den Müllverbrennungsanlagen, weil biogene Anteile mitverbrannt werden. Die Energie und auch die Rohstoffe aus Papier, Holz und Bioabfällen wären bei einer stofflichen Verwertung viel besser genutzt.
Im Input zur Müllverbrennung finden sich neben den biogenen Bestandteilen noch viele an sich verwertbare Kunststoffe, deren stoffliche Nutzung  viel mehr Energie sparen würde als bei der Verbrennung genutzt wird.

Die Müllverbrennung ist ein Zeichen für einen schnellen Müllerzeugung und damit für eine beschleunigte Freisetzung von Klimagasen.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT
setzt sich auch im Sinne des Klimaschutzes dafür ein:

- für Müllvermeidung - gegen Einweg
- für Weiterverwendung - gegen Wegwerfmentalität
- für sortenreine Verpackungen - gegen Materialverbunde
- für Trennung der Wertstoffe - gegen gemischte Sammlungen
- für stoffliche Verwertung - gegen Mischmüllverbrennung
- für mehr Biomüllvergärung - statt Verbrennung

Müllverbrennung behindert Wertstofftrennung

Die Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT BAYERN unterstützt die Kritik der internationalen Vereinigung GAIA gegen zu hohe Kapazität bei Müllverbrennungsanlagen in Deutschland.

In einer Pressemitteilung der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT wird besonders auf die Situation in Bayern eingegangen, denn auch hier wächst der Druck auf Ausweitung der Verbrennungskapazität und ein Beispiel dafür ist die Müllverbrennungsanlage in Schwandorf.

So könnte z.B. der ostbayerische Abfallzweckverband ZMS die hohen Verbrennungsraten (im Jahr 2011: 445.000 Jahrestonnen) in der Müllverbrennung Schwandorf drosseln, wenn die Biomüllsammlung ausgeweitet werden würde und für die Anlieferung von Gewerbemüll eine bessere Vortrennung gefordert werden würde.

In Bayern besteht derzeit eine Müllverbrennungskapazität von ca. 3,2 Mio.Tonnen pro Jahr. Davon kommen aber nur max. 2,7 Mio.Tonnen Restmüll pro Jahr aus Bayern, die Differenz wird mit Gewerbeabfällen zur thermischen Verwertung aufgefüllt.
Gäbe es mehr Abfallvermeidung und würde die Abfalltrennung besser durchgeführt werden, so bliebe nur noch die Hälfte des Restmülls übrig für die Verbrennung. Dann könnten einige Müllverbrennungsanlagen ausgeschaltet werden.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT in Bayern hat in den letzten 25 Jahren zusammen mit Bürger-initiatven vor Ort das Entstehen von neuen Müllverbrennungsanlagen erfolgreich bekämpft, so dass nicht noch mehr Kapazität aufgebaut werden konnte. Damit wurden den normalen Haushalten viel Gebühren erspart, für Anlagen und für Kapazität, die letztendlich nicht benötigt wurden.

Waltraud Galaske, 25.1.2013

Die GAIA Pressemitteilung in Englisch ist unter folgendem Link zu finden:
http://www.no-burn.org/press-release-more-incineration-than-trash-to-burn-threatens-recycling-in-europe-1

Die deutsche Presseerklärung finden Sie hier

Die GAIA ist eine internationale Vereinigung mit dem Ziel, Müllverbrennung zu verhindern und sichere, nachhaltige und gerechte Alternativen zu fördern.
In Deutschland hat die Vereinigung Kontakte zu Aktiven u.a. in der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT.


Müllzweckverband Schwandorf (ZMS)
verfeuert mehr Müll als vertraglich geregelt

10.11.2012 Schwandorf (Johann Meindorfer)
Bioabfälle und Wertstoffe dürfen nicht länger verbrannt werden

Bei einem Treffen in Schwandorf fordert der BN-Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft, dass eine getrennte Biomüllerfassung in allen bayerischen Kommunen eingeführt wird.
Besonders auffällig ist, dass gerade Mitglieder im Zweckverband Müllverwertung Schwandorf oft keine getrennte Biomüllerfassung durchführen. Dies ist z.B. den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Schwandorf, Regensburg und der Stadt Regensburg  anzukreiden. 

Der Arbeitskreis weist darauf hin, dass in der Schwandorfer Müllverbrennung noch ein hoher Anteil an nassem Biomüll landet und damit der vertraglich festgelegte Jahresdurchsatz ständig überschritten wird. Bayernweit würden bei konsequenter Bioabfall-Verwertung ganze Ofenlinien in Müllverbrennungsanlagen überflüssig.

Eine weitere Entlastung für die Müllverbrennung wäre, wenn kein unsortierter  Gewerbemüll mehr angeliefert werden darf. Denn damit gelangen erhebliche Mengen an Kunststoffabfällen in die Verbrennung. Eine bessere Energienutzung wäre aber bei einer stofflichen Verwertung zu erzielen. 


14.11.2012 Biomüllerfassung noch vor 2015 angehen!
Waltraud Galaske (BMK)

Im Zweckverband geht man die Einführung der Biomülltrennung erst ab 2015 an, wenn dies dann gesetzlich notwendig ist. Dies ist zu begrüßen - aber es wäre aber wünschenswert früher damit anzufangen!


1.5.2012 Bruck
"Die Vernunft hat gesiegt!" so hat Kreisrat Rudi Sommer die Abstimmung im Kreistag von Schwandorf kommentiert. Mit 27 zu 25 Stimmen lehnte der Kreistag in der Sitzung am 16.4.2012 das vorgelegte Vertragswerk des ZMS mit erhöhten Verbrennungsraten ab. Die Einhaltung von 390.000 Jahrestonnen können nun eingeklagt werden. 

Es werde, so Sommer, nur deshalb so eine hohe Müllmenge bilanziert, weil die Wertstofferfassung zu beanstanden ist. Es gibt kaum Biomüllerfassung und der Wertstoffanteil im Gewerbemüll müsse hinterfragt werden.
Zur Einhaltung der Verbrennungsmenge soll eine vorläufige Verfügung erwirkt werden und der Vertrag solle um ein Bußgeld ergänzt werden.

Vollständige Mitteilung siehe: http://gruene-schwandorf.de/home.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=8&tx_ttnews%5Btt_news%5D=41&cHash=af080dff2e13fe82c007b85afdf07f78


Bürgerinitiativen gegen mehr Müllverbrennung in Schwandorf

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT spricht sich, ebenso wie Schwandorfer BürgerInnen, gegen mehr Verbrennung in der Müllverbrennungsanlage Schwandorf aus. In Zeiten von Rohstoffverknappung ist dies das falsche Signal!
Im Müllzweckverband Schwandorf sind noch viele Wertstoffe im Abfall, zudem werden zusätzlich Gewerbeabfälle angenommen. Von Seiten des Zweckverbandes wird argumentiert, dass noch mehr Wärmeauskopplung für das benachbarte Aluminiumwerk notwendig ist.
Hier wird die Energiefrage zu einseitig betrachtet! Denn durch eine verbesserte Mülltrennung mit getrennter Wertstofferfassung kann viel mehr Energie eingespart werden.

24.Februar 2011
Waltraud Galaske


Neues Energiekonzept bei Nabaltec

Schwandorf: Die Energieversorgung der Nabaltec AG sei derzeit durch das Müllkraftwerk voll sichergestellt. Aufgrund der weltweiten Nachfragekrise sei auch bei Nabaltec in Schwandorf die Produktionsmenge reduziert worden. Nach Ablehnung der Müllmengenerhöhung werde die Nabaltec AG nun gemeinsam mit Partnern ein neues Energiekonzept erarbeiten. Eine Option sei auch die Errichtung eines eigenen Braunkohle-staub-Kraftwerkes, das nach Erholung der Weltwirtschaft und unter Vollauslastung der vorhan-denen und geplanten Produktionsanlagen den langfristigen Energiebedarf garantiere.

(30.7.2009) www.oberpfalznetz.de Auszug (ch)

Giftmüll aus Indien soll eingeflogen werden

11.9.2012 Waltraud Galaske, Müllkonzept Bayern

Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) macht sich zum Vermittler für Giftmüll aus Bhopal/Indien. Bei der Beseitigung dieser giftigen Abfäll wäre nach Einschätzung der GIZ-IS in einer deutschen Sonderabfallverbrennungsanlage ein hohes Schutzniveau sichergestellt. Es wird von 350 Tonnen "leicht kontaminiertem" Material gesprochen, das mit fünf Transportflügen nach Hamburg geflogen werden soll.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern hat beim zuständigen Bayerischen Staatsministerium nachgefragt. Die Trägerin der Sonderabfallbeseitigung im Freistaat Bayern, die gsb Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH (GSB) würde demnach keinen Sondermüll aus Bhopal in der Verbrennungsanlage in Ebenhausen entsorgen.

(c) DPA aus welt.de  vom 1.6.2012
Dieser Giftmüll im indischen Bhopal soll nach Deutschland entsorgt werden
Artikel unter http://www.welt.de/wissenschaft/article106398569/Bhopal-Giftmuell-soll-in-Deutschland-verbrannt-werden.html


(25.6.2010) Waltraud Galaske , Müllkonzept Bayern

Deponie Raindorf wird wieder aktiviert

In Bayern ist die Gesellschaft für Sondermüll in Bayern (GSB) zuständig für die Sondermüllentsorgung. Neben der Sondermüllverbrennung bei Ingolstadt sind noch 2 Deponien in Besitz der GSB.

Die Deponie Gallenbach bei Ingolstadt ist bald verfüllt. Nun wird die GSB ab dem Jahr 2016 wieder auf die Ablagerkapazitätenen der Sondermülldeponie Raindorf im Landkreis Füerth zurückgreifen. Dort ist der Betrieb seit 2005 eingestellt. Besorgte Bürger haben sich bereits umgeschaut und nach den nun wieder anstehenden Belastungen gefragt.


Australisches Giftmüll-Deal geplatzt

http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/abfallpolitik/giftmuell_aus_australien/giftmuell_deal_geplatzt/

Erfolg für BUND und Bürgerinitiativen (ca. Feb.2009) 

Mit "großer Erleichterung" reagiert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die heute bekannt gewordene Ablehnung des geplanten australischen Giftmüll-Transports durch die Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Damit seien NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und sein Amtskollege Dr. Christian von Boetticher der rechtlichen Argumentation des BUND gefolgt, wonach der geplante Transport gegen das Basler Übereinkommen zur grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle verstößt.

Australien exportiert Giftmüll nach Dänemark

http://www.ask-eu.com/Default.asp?Menue=20&NewsPPV=8248

(23.6.2010) Dänemark erlaubt Australien den Import zu Schiff über Tausende von Tonnen giftiger Abfälle zur Beseitigung, weil Australien nicht über die Technologie verfügt, damit umzugehen. 
Australien fehle die richtige Technologie, um die 10.000 Tonnen HCB, (Hexachlorbenzol) zu entsorgen, die von der australischen Firma Orica durch die Herstellung von chemischen Erzeugnissen und Sprengstoffe entstanden. Die giftigen Abfällen resultieren aus der Herstellung von Sprengstoffen 1963 bis 1991 und wurde bisher in einer Wohngegend zwischen Sydney und dem Flughafen der Stadt gelagert.
Der dänische Umweltminister Karen Ellemann sagte, ihr Land müsse wegen der Verpflichtungen aus dem internationalen Vertrag handeln. Dänemark "hat die Pflicht, andere Länder, die mit dem Problem konfrontiert sind, zu helfen, wenn sie zu einem unlösbaren werden ", sagte sie in einer Erklärung. Ellemann sagte, es sei "sehr problematisch, gefährliche Abfälle von einem Bereich in der Welt zum anderen zu transportieren." Als Ergebnis haben dänischen Behörden verlangt, die Abfälle in Doppel-Tankern zu transportiert, wobei jeder Behälter mit einem GPS ausgestattet ist, damit ihr Standort verfolgt zu kann. 

Ein Wert von mehreren Millionen € Auftrag für ein dänisches Unternehmen
Der Transport und die Behandlung der Abfälle wird auch in einen Großauftrag für ein dänisches Unternehmen, dass die Abfälle behandeln wird. Kommunekemi begrüßte die Entscheidung, die in einem Vertrag auf 7.000.000 € geschätzt wird. Kommunekemi vernichten rund 170.000 Tonnen gefährlicher Abfälle pro Jahr, wobei rund 40 Prozent aus anderen Ländern exportiert wird. 
"Vier Frachter, mit jeweils 2.500 Tonnen von Abfällen, jeder sollte diese giftigen Chemikalien nach Nyborg (Dänemark in den nächsten drei Jahren importieren", sagte Carsten Fich, der Leiter der Kommunekemi, einem schwedischen ansässigen Investmentfonds EQT. Das erste Schiff soll in Nyborg im Oktober dieses Jahres eintreffen.

Die Deutschen lehnten die giftigen Abfälle aus Australien ab
Die Firma Orica wollte ihre giftigen Abfälle zur Behandlung in Deutschland zunächst zu entsorgen. Die Anträge wurden für die Einfuhr von 22.000 Tonnen giftiger Abfälle in 2007 gestellt, wurden aber von den Regierungen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein abgelehnt.



Auch mit Hilfe der Bürgeraktion BESSERES MÜLLKONZEPT kam es in 2 Bundesländer (NRW, SH) zur Ablehnung des australischen Giftmülls. Jetzt klagt die Firma Orica, denn sie glaubte die Verträge mit den Entsorgungsanla-gen schon in "Trockenen Tüchern".

(19.2.2009) The Australian News in Englisch

A NEW report has backed federal government claims that some toxic waste cannot be de-stroyed in Australia, paving the way for a chemi-cal stockpile in Sydney for waste being shipped to incinerators in Europe.
http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,25197,25075698-30417,00.html

 

 

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Papier

Beim Papier gab es bis 2008 gute Erträge. Ab 2009 gehen die Preise wieder zurück.

Papierverwertung ist energetisch gesehen besser als das Verheizen.

 

Biomüll

Eine Verwertung durch Biogasanlagen ist anzustreben.

Beim Kompostieren gibt es neue Trends zur Aussortierung der Holzfraktion

 

Glas

Glas-Verpackungen sind rückläufig, da vermehrt Kunststoffbehälter angeboten werden.

 

Verpackungen

Die private Sammlung durch Duale Systeme wird immer schlechter.

 

Getränkedosen

Die Lobby für Getränkedosen rüstet wieder auf. Nach dem Einwegpfand sind viele Getränkedosen verschwunden und stattdessen Kunststoff-Einweg-Flaschen verkauft worden

 

 

 

 

 

 

 

Papierfabrik in Schongau Bayern macht Versuche mit dem Brennstoff  "BauhM"

In Abstimmung mit der örtlichen Umweltinitiative Pfaffenwinkel wird eine Versuchsreihe gefahren, wie sich der neue Brennstoff im Heizkraftwerk und in den Emissionen auswirkt. 

Der Stoff mit dem Marken namen "BauhM" fällt in der regionalen Abfallbehandlung in Erbenschwang an. Die dort gewonnene, heizwertreiche Fraktion soll künftig einen Teil des Altholzes im Heizkraftwerk bei UPM ersetzen, das auch die Stadt Schongau mit Fernwärme versorgt.

Zitat aus Merkur Online: "BauhM besteht aus 20 bis 30 Prozent regenerativen Materialien (Papier, Pappe, Küchen- und Gartenabfälle), Kunststofffolien (überwiegend PE-Folien), nicht verwertbaren Verpackungsbestandteilen, Windeln und Textilien".

Hier ein Zeitungsartikel aus Merkur Online UPMAltholzSchongau.pdf

Als zusätzliche Information ein Überblick über die Biomassenutzung in Bayern: http://www.lwf.bayern.de/forsttechnik-holz/biomassenutzung/034400/index.php

eingestellt von Waltraud Galaske am 24.1.2015


RWE macht Rückzieher: 
Antrag auf Abfallmitverbrennung zurückgezogen

Erfolg für BUND und Bürgerinitiativen

04.05.2011 - Das RWE hat die Konsequenzen aus dem anhaltenden Protest von BUND und Bürgerinitiativen gezogen, und den Genehmigungsantrag für die dauerhaften Mitverbrennung zusätzlicher so genannter Ersatzbrennstoffe (EBS) im Industriekraftwerk Berrenrath zurückgezogen. Damit ist der schleichende Umbau des Braunkohlenkraftwerks hin zu einer verkappten Müllverbrennungsanlage erst einmal gestoppt.

und weitere Mitteilung zur Müllverbrennung siehe unter 
http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/abfallpolitik/


ERSATZBRENNSTOFF

Ein großer Teil des Haus- und Gewerbemülls besteht aus heizwertreichen Stoffen, die stofflich nicht verwertbar sind und unbehandelt nicht deponiert werden können. Diese Stoffe werden als „Ersatzbrennstoffe“ (EBS) in bereits bestehenden Kraftwerken bzw. Industrieanlagen oder in neu geplanten Mono-Verbrennungsanlagen (EBS-Müllverbrennungsanlagen) genutzt.

Diese Entwicklung belastet Umwelt und Gesundheit in zunehmendem Maße, denn

  • der EBS aus Müll ist meist hoch mit Schadstoffen belastet (insbesondere mit giftigen Schwermetallen), zum Teil so hoch wie Sondermüll. Es gibt keine gesetzlichen Grenzwerte für die Schadstoffbelastung von EBS.
  • mit EBS betriebene Feuerungsanlagen verfügen in der Regel nur über primitive Filteranlagen, so dass die Schadstoffemissionen in die Luft (insbesondere der Ausstoß krebserregender Stoffe) um ein Vielfaches höher ist als bei Anlagen mit effektiver Rauchgasreinigungstechnik.
  • EBS aus Müll unterliegt nicht der öffentlichen Abfallentsorgung und ist frei handelbar. Die Folge ist ein bundesweiter „Mülltourismus“. Durch die Schaffung gewaltiger Verbrennungsüberkapazitäten hierzulande werden zudem brennbare Abfälle aus weiten Teilen Europas nach Deutschland importiert („Sogwirkung“).

Der AK-Abfall des BUND-NRW erarbeitet ein Positionspapier zur Problematik der Verbrennung von Ersatzbrennstoffen. 

Auf der Homepage des BUND-NRW ist mehr über Ersatzbrennstoffe zu lesen: http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/abfallpolitik/ersatzbrennstoffe/

Weitere Informationen