Rundbriefe und Zeitschriften

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Hier sind die Beiträge ab dem Jahr 2020 zu lesen.

Weitere zurückliegende Infos siehe in: Rückblick 2008 bis 2019

 
Neu in 2022 - Verpackungen - Elektrogräte - Batterien - hier
Neu in 2023 - Veröffentlichungen Mehrwegangebot beim To-Go - gesamte Antwort BN LAK
Neu in 2024 - Müllverbrennungsanlagen darf nicht als regenerativ gelten.

 
Termine Bayern

Die Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT lädt ein zu einer Online Vorstandssitzung am Fr., 26.7.2024 ab 18.30 Uhr. Bei Interesse b
itte melden bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
BUND Naturschutz Arbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft - nächstes Präsenz/Online Treffen So., 21.7.2024 ab 12.20 Uhr in München. Bitte melden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Interesse am Thema Abwasser und Klärschlamm?
Der nächste Termin steht noch nicht fest.
Wollen Sie zu Besichtigungen von Kläranlagen und Informationen zu Phosphorverwertungsmöglichkeiten eingeladen werden?
Dann melden Sie Ihre Email-Adresse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


ab hier der Rückblick


Jahresrückblick 2023


9.6.2024 Waltraud Galaske

Wärme aus der MVA ist nicht regenerativ!

Neben weiteren Umweltverbänden protestiert die Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT dagegen, dass die Abwärme aus der Müllverbrennung (MVA) nun als regenerative Energie gelten soll. Das wurde durch die Rot-Grün-Gelbe-Koalition gesetzlich abgesichert im Wärmeplanungsgesetz (WPG) und im Gebäudeenergiegesetz (GEG).
Das klingt in der Begriffsdefinition des GEG so: Es handelt sich um „unvermeidbarer Abwärme ... dem Anteil der Wärme, der als Nebenprodukt in einer Industrie- oder Gewerbeanlage oder im tertiären Sektor aufgrund thermodynamischer Gesetzmäßigkeiten anfällt … nicht vermieden werden kann, nicht anders nutzbar ist und ohne den Zugang zu einem Wärmenetz ungenutzt in Luft oder Wasser abgeleitet werden würde
 
Die Umweltverbände sehen durch diese Gesetze und Vorhaben die Kreislaufwirtschaft enorm ausgebremst. Müllvermeidung und Abfalltrennung und der für die Klimakrise notwendige Ressourcenschutz wird ignoriert. Die Abwärme aus dem anfallenden, schlecht getrennten Mischmüll wird als „unvermeidbare Abwärme“ tituliert. Dazu kommt noch, dass in der MVA die CO2-Abgabe durch den biogenen Anteil (Biomüll und Papier) reduziert werden kann.
 
Die Lobby der Verbrenner, die ITAD jubelt (Interessengemeinschaft der thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V.), denn sie haben jetzt Planungssicherheit für einen weiteren Ausbau von Müllverbrennungsanlagen. Dass die MVA nicht regenerativ sein kann, zeigen sogar die Gedankenspiele der Müllverbrenner über eine Speicherung ihres ausgestoßenen Kohlendioxids (CCS).
 
Zusätzlich wird auch noch, wie aus der Münchner Untersuchung zu sehen ist, Energie und die Rohstoffe von Papier und Plastik in der Verbrennung vernichtet.
Dass die Energienutzung von Wertstoffen in der MVA schlechter ist als dessen Recycling wird hier am Beispiel München dargestellt.
 
 

Bioabfall besser nutzen durch Vergärung

 
Bericht vom Vorstand
Onlinesitzung vom 29.5.2024
Es ist noch zuviel Bioabfall im Restmüll
DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern fordert bayernweit und flächendeckend eine Biomülltonne im Holsystem.
Es fehlen auch noch Anlagen zur Vergärung von Biobfall. Damit wird neben einem Kompost auch Biogas gewonnen.
Daran arbeiten wir in Regionen, wie Schweinfurt, München und Nürnberg.
 

Besuch der IFAT 2024 in München

13.5.24 München, BMK Waltraud Galaske
Jetzt gibt es Mülltonnen aus Recyclingkunststoff
Foto Müllkonzept (c) 2024, im Bild von links Josef Metzger und Waltraud Galaske
 
Vorstandsmitglieder von der Bürgeraktion Das bessere Müllkonzept haben sich auf der IFAT in München über Neues im Abfall- und Abwasserbereich informiert.
  • smile Möglichkeit zur Materialeinsparung gibt es bei Mülltonnen.
  • smile Gutes Bioabfallsammeln wurde ausgezechnet
  • smile Es gibt immer mehr Verpackungen aus Recyclingmaterial
  • cry Die größten Stände haben Anbieter von Verbrennungsanlagen
  • cry Phosphorverwertung wird meist aus Verbrennungsasche gezeigt
Wir müssen weiter daran arbeiten, dass Abfallvermeidung und -verwertung mehr Aufmerksamkeit bekommt!
 

BN-Infoveranstaltung: Alternativen zur Klärschlammverwertung

8.5.24 Gersthofen, Bericht von Waltraud Galaske
 
Der Vorsitzende der Kreisgruppe Augsburg im BUND Naturschutz Bayern (BN), Johannes Enzler führte in die Probleme für Natur und Umwelt durch eine weitere Verbrennugsanlage in Gersthofen ein. Besonders sind Biotopgebiete und der Fischbestand im Lech gefährdet.
Annemarie Räder, Geschäftsführerin des BN-Arbeitskreis Abfall und Kreislaufwirschaft, erläuterte den Stand der Klage, die der BN im August 2023 eingelegt hat und die Argumente gegen eine Klärschlammverbrennung.
Renate Götzenberger vom BN-Arbeitskreis Wasser erklärte anhand der BN-Studie die CO2-Belastungen durch Klärschlamm-Behandlungsanlagen. Die Phosphor-Gewinnung aus Verbrennungsaschen ist klimaschädlicher als aus einer Pyrolyse oder einer "Hydrothermalen Carbonisierung" (HTC). Noch besser wäre eine Reduzierung von Schadstoffen in das Abwasser und ein "Rohstofforientiertes Sanitärsystem" (ROSS), bei den viel mehr Stoffe aus getrennt erfassten Abwassersträngen genutzt werden können.
Waltraud Galaske zeigte die Nachteile von Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen auf. Einige bayerische Kommunen haben sich gegen eine Verbrennung vor Ort entschieden. Die bayerische Staatsregierung soll aufgefordert werden, den Alternativen mehr Zeit zu geben, sonst haben diese keine Chancen gegen große Monoverbrennungsanlagen. Als gute Alternative sieht sie die Phosphorgewinnung direkt in der Kläranlage, bei der die Kommunen auch selbst Einnahmen erzielen können. Pyrolyseanlagen sind bei einigen Kommunen immer wieder im Gespräch. Interessant wird die große Anlage von Bayern Oil in Vohburg, die ein hydrothermales Verfahren zur Kraftstofferzeugung nutzen will und die Anlagen von Blueflux in Peißenberg zur Wasserstofferzeugung.
 

Der Verein Müllwende e.V., gegründet 2023, tritt an, um die Mülltrennung in München zu verbessern.

Im März 2024 startet das Bürgerbegehren mit den Forderungen:
 
Sind Sie dafür, dass in München ein Holsystem für Leichtverpackungen (z. B. in Form einer Gelben Tonne) statt der Container eingeführt wird?
 
Begründung: Derzeit sollen Verpackungen und Plastikabfälle zu Wertstoffcontainern gebracht werden, die am Straßenrand oder auf Grünflächen aufgestellt sind (Bringsystem).Vorteile für das Holsystem:
✓ Bequeme Abholung von zu Hause
✓ Weniger Müllablagerungen vor Containern
✓ Weniger Schmutz und Lärm
✓ Weniger Anlieferverkehr für Anwohner
✓ Weniger Restmüll, weniger CO2
✓ Ohne zusätzliche Müllgebühren
✓ Höhere Sammel- und Recyclingmenge
✓ Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz
 
Hier der Link zum Bürgerbegehren
 
DAS BESSERE MÜLKONZEPT unterstützt diese Forderungen, denn Abfalltrennung ist wichtig, um die Klimabelastungen durch den Abfall zu reduzieren. Seit 2022 arbeiten die Vorstände mit Aktiven aus München zusammen. Nach der von der Stadtpolitik missachteten Resolution kommen nun die Bürger*innen zu Wort.
 

3.3.2024 Waltraud Galaske

"Greenwashing" durch Bioabfall in der Müllverbrennung 

In einer Müllverbrennung wird alles CO2, auch das aus dem Bioabfall vollständig freigesetzt. In Deutschland belasten die Müllverbrennungsanlagen, einschließlich der Ersatzbrennstoffanlagen die Umwelt mit 24 Millionen Tonnen CO2-Äq pro Jahr. Aber in den Müllverbrennungsanlagen wird nun die CO2-Bilanz schöngerechnet, da der biogenen Anteil als regenerativer Anteil gerechnet wird. Der fossile Anteil und die Höhe der CO2-Emissions-Abgabe kann dann auf ca. 40% angesetzt werden.
Eine Bilanzierung darüber, wie die tatsächlichen Energienutzung aussieht, ist nicht transparent erkennbar. Z.B. wird der feuchte Bioabfall die Energieausbeute reduzieren.
Nach unseren Berechnungen entlastet eine getrennte Bioabfallsammlung mit eine Vergärung und Kompostierung der festen Bestandteile das Klima viel stärker als in einer Müllverbrennung. Zum einen durch die Gewinnung von Biogas und zum anderen durch den Ersatz von Kunstdünger durch den Kompost.
Bioabfall darf nicht in die Müllverbrennung!
DAS BESSERE MÜLLKONZEPT ruft auf, mehr Bioabfall getrennt zu erfassen, denn es ist noch zuviel Bioabfall im Restmüll. Entsprechend dem Kreislaufwirtschaftsgesetz muss stoffliches Verwerten vor thermischer Nutzung gehen!
 

Kritische Infoveranstaltung zur Altholzverbrennung Nürnberg

Gemeinsam mit dem Bürgerverein St.Leonhard / Schweinau konnten wir die Nachbarschaft der Altholzverbrennung über die Planungen informieren.
Thomas Geismann erläuterte die Standortauswahl, die keine Alternativen zuließ, Waltraud Galaske und Josef Metzger von der Bürgeraktion erläuterten die Unwägbarkeiten und Gefahren der geplanten Anlage. Hier die Präsentation dazu. Die gesundheitlichen Auswirkung durch Feinstaubbelastungen, wie sie auch aus der Altholzverbrennung kommen, stellte der Nürnberger Kardiologe Dr. Volker Schrader vor.
 
Infoveranstaltung zur Altholzverbrennung
Foto: (c) müllkonzept 2024 im Bild: Metzger, Dr.Schrader, Geismann, Simon, Galaske
 

Einkaufen mit weniger Müll

Bitte denken Sie beim Einkauf ans Müllvermeiden!
Kaufen Sie regionale Produkte offen oder in Mehrwegverpackungen.
Warum Mehrweg umweltfreundlicher ist, erfahren Sie hier
 

Besuch in Peißenberg bei blueflux

2.12.2023 Waltraud Galaske

Auf Einladung von "bayern innovativ" haben einige Mitglieder der AG Klärschlamm an einer Vorstellung des blueflux-Verfahrens teilgenommen. Eine Umsetzung erfolgt bei einer Ziegelei in Dachau, der Kläranlage im Landkreis Weilheim-Schongau und auf einem Bauernhof in der Region. Wir werden den Fortschritt verfolgen. Inzwischen läuft auch die Entwicklung einer Phosphorgewinnung, die als Modul beim Einsatz mit Klärschlamm vorgeschaltet werden kann.
Zusätzlich wurden fachlich hochwertige Vorträge rund um die Wasserstoff-Herstellung angeboten.