Müll und Umwelt Fürth

Müll und Umwelt e.V. Fürth

Der Müll und Umwelt e.V. Fürth wurde im September 1988 gegründet.
Vorsitzende ist seither: Waltraud Galaske, Email-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In den 1980er Jahren wurde, wie vielerorts in Bayern, auch in Fürth eine neue Müllverbrennungsanlage geplant. Dazu wurde der Zweckverband Abfallbeseitigung Rangau (ZAR) gegründet. 
Dem ZAR wurde von Siemens KWU im Jahr 1990 eine Versuchsanlage im Müll-Schwel-Brenn-Verfahren (Kosten 32 Mio. DM) angeboten. Die Kosten steigerten sich bis 1995 auf 66 Mio. DM. Zudem mussten die Partner im ZAR einer Risikobeteiligung beim Scheitern zustimmen.
Von "Müll und Umwelt e.V." und dem Bund Naturschutz wurde ein alternatives Abfallkonzept ausgearbeitet, mit dem Hinweis auf Müllvermeidung, einer besseren Wertstofferfassung und Verwertung. Unterstützung kam aus weiten Kreisen der Bevölkerung, wie mehrere Aktionen und Demos zeigten. 
aus den Fürther Nachrichten vom 17.6.1991
Zeitungsartikel aus den Fürther Nachrichten vom 17.6.1991


Foto: Knut Meyer 
Im Januar 1993 wurden 23.000 Einwendungen gegen den Bau der Anlage abgegeben.

Noch in der Probephase der Pilotanlage im Jahr 1998 passierte ein schwerer Unfall mit Schwelgas-Austritt.


Zeitungsartikel aus den Fürther Nachrichten vom 18.8.1998

Durch den massiven Druck der Bevölkerung und des Vereins wurde die Anlage dann stillgelegt. 
Im Jahr 2018 wurde die Anlage endlich abgerissen.


Foto: Kamran Salimi

Müll und Umwelt e.V. Fürth hat sich ebenso dafür eingesetzt, dass die Mülltrennung in Fürth verbessert wird.

Infostand bei Fürth im Übermorgen

weitere Beiträge:
20 Jahre Müll und Umwelt Fürth
30 Jahre Müll und Umwelt Fürth 
Zeitungsbericht
Präsentation ab 1999

Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise auf die neue Datenschutzgrundverordnung unter dem Link Datenschutz


Bürgeraktion >DAS BESSERE MÜLLKONZEPT< Bayern e.V.

Delegiertenversammlung am 16.Okt.2016 in Nürnberg

von links: Wolfgang Nowak (Kassier), Raimund Hulke (Kassenprüfer), Hannes Hüttinger (Vorstand), Heike Weiß (Schriftführerin), Josef Metzger (Vorstand), Waltraud Galaske (Vorstand)

Rechenschaftsberichte des Vorstands und Vortrag

Bericht zur Delegiertenversammlung 2016
Einladung hier herunterladen

Fürth, den 20.10.2016, Waltraud Galaske


Plastik vermeiden

Fürth, den 6.3.2016, Müllkonzept, Waltraud Galaske

Die EU Richtlinie 94/62/EG am 28. April 2015 verpflichtet die EU-Mitgliedsstaaten zu einer Reduzierung ihres Plastiktüten-Aufkommens. Um den Tüten-Konsum zu verringern, sollen die Staaten verbindliche Reduktionsziele und /oder preisliche Vorgaben für Einweg-Plastiktüten einführen.
Unter unserer Rubrik Plastik vermeiden werden wir das Thema zusammenfassen.
Wir weisen auch auf die Internetseite der Deutschen Umwelthilfe hin: http://www.duh.de/?id=3705


Bürgeraktion sieht die getrennte Wertstofferfassung in Gefahr

Fürth, den 27.11.2015, Müllkonzept, Waltraud Galaske

Die Delegierten der Bürgeraktion "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT" in Bayern legen bei ihrer
Versammlung in Nürnberg besonderen Wert auf sortenreine Erfassung von Wertstoffen, denn dies ist die beste Gewähr für eine stoffliche Verwertung.
Der vorliegende Entwurf eines Wertstoffgesetzes wurde besprochen.

Beitrag weiterlesen: Gefahr für getrennte Wertstofferfassung


Ergebnis der Vorstandswahlen am 14.11.2015

Als gleichberechtigte Vorsitzende
wurden wiedergewählt:
Hannes Hüttinger aus Ansbach (links im Bild)
Waltraud Galaske aus Fürth (2. von links)
wurde neugewählt:
Josef Metzger aus Friedberg (rechts im Bild)
Vorstand
(c) 2015 Müllkonzept 

aus dem Vorstand ausgeschieden ist:
Hans Schütz aus Peinting (3. von links)
wir bedanken uns bei Hans Schütz für seine Mitwirkung.

Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt
Kassierer:         Wolfgang Nowak
aus Schwandorf
Schriftführerin: Heike Weiß
aus Ettringen


DAS BESSERE MÜLLKONZEPT
Treffen in Nürnberg
Samstag, den 14.11.2015 ab 11.30 Uhr

In der Gaststätte Heilig-Geist-Spital, 90403 Nürnberg, Spitalgasse 16

11.30 Uhr: Vortrag "25 Jahre Grüner Punkt" von Dr.Hartmut Hoffmann
13.30 Uhr: Delegiertenversammlung

Einladung siehe:  BMK2015


Tötlicher Plastikmüll

Vermeiden Sie Plastikverpackungen und unnötige Plastikartikel!

Denn:
- Plastik wird aus Erdöl gemacht und enthält Giftstoffe
- Plastiktüten verrotten erst nach über 100 Jahren
- Hunderttausende Vögel und Meerestiere verenden jährlich durch Plastikabfälle

weitere Veröffentlichungen der Umweltinitiative in OHA siehe Ausgabe 12/2013

Weitere Informationen zur Abfallvermeidung hier lesen und Rubrik Plastik vermeiden


Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft des BUND Naturschutz in  Bayern e.V.

Samstag, 3.10.2015 um 11 Uhr Arbeitskreistreffen in Friedberg6 Friedberg

Pressemitteilung dazu hier (2,1 MB)

LAKBN
Foto: Galaske (c) 2015


Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft  des BUND Naturschutz in  Bayern e.V.
Samstag, 18.4.2015 um 11 Uhr in Nürnberg  im Pavillon der Landesfachgeschäftsstelle Bauernfeindstr. 23

Die Biomülltrennung bei der Müllabfuhr in bayerischen Städten ist noch nicht flächendeckend umgesetzt, obwohl es seit 2015 vorgeschrieben ist. Dazu gibt es unterschiedliche Begründungen. Jedoch sticht hervor, dass Kommunen mit Anschluss an Müllverbrennungsanlagen oft unter den Druck stehen diese Anlagen weiter mit Mischmüll zu füttern. Das betrifft neben den biologischen Abfällen aber auch andere Wertstoffe. Gegen diese Materialverschwendung wehrt sich der Arbeitskreis wie auch schon seit über 30 Jahren. Auch von Seiten des Energiereferats gibt es nun Unterstützung, denn im Abfall steckt noch viel Energie, die noch genutzt werden könnte, z.B. durch Bioabfälle in Biogasanlagen.


Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft  des BUND Naturschutz in  Bayern e.V.
Samstag, 8.11.2014 um 10.30 Uhr Besichtigung der Biomüllvergärung in der Augsburger MVA

Die Biomüllverwertung wurde umgebaut und ist nun als kontinuierliche Trockenfermentation ausgeführt und arbeitet nach dem Pfropfenstromverfahren. Das Biogas wird gereinigt und ins Gasnetz eingespeist.
Bericht lesen

ab 13.00 Uhr Besprechung von aktuellen Themen und Rückblick


DAS BESSERE MÜLLKONZEPT
Delegiertenversammlung 2014 im Unterallgäu
Samstag, den 18.10.2014 um 14 Uhr

im Gasthof Zum Goldenen Bäre, Arlesrieder Str.7, 87746 Erkheim 
Einladung siehe: BMK2014

Am Vormittag wurde die Biomüllverarbeitung der Fa. Käsmayer in Erkheim besichtigt. Es handelt sich um eine kontinuierliche Naßvergärung im Pulperverfahren. Das Biogas geht zur Stromerzeugung direkt in ein BHKW mit 1000 kW elektrische Leistung.
Bericht hier lesen


Bürgeraktion >DAS BESSERE MÜLLKONZEPT< in Bayern e.V
Delegiertenversammlung am 9.Nov.2013 in Nürnberg

Das Müllkonzept in Bayern hat sich gerade in der Europäischen Woche der Abfallvermeidung mit dem Themenkreis beschäftigt. Neben dem Verbraucher sollte auch die ganze vorgeschaltene Produktions- und Handelskette optimiert werden.
Sorge macht den Delegierten auch die mangelnde Erfassung von Küchen- und Gartenabfällen in Bayern. Z.B. soll in der MVA Schwandorf die Müllverbrennungskapazität erhöht werden, anstatt die Abtrennung von Biomüll voranzutreiben. 
Um weniger Abfälle zu verbrennen soll für mehr Verwertung durch Kompostierung oder Biogaserzeugung geworben werden. Diese getrennte Erfassung ist nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes ab 2015 Pflicht. In Bayern versuchen sich noch einige Kommunen dabei rauszumogeln.

14.11.13 Waltraud Galaske
mehr Details unter BMK13


Müllverbrennung behindert Wertstofftrennung

Waltraud Galaske, 25.1.2013

Die Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT BAYERN unterstützt vollumfänglich die Kritik der internationalen Vereinigung GAIA gegen zu hohe Kapazität bei Müllverbrennungsanlagen in Deutschland.

Die Studie zeigt kurz zusammengefasst auf, 
- dass u.a. Deutschland Verbrennungsüberkapazität hat.
- dass der europaweite Mülltransport zunimmt.
- dass zunehmende Kapazität und Mülltransporte den Recyclingzielen entgegenstehen.

Ein "Report" zu den Überkapazitäten ist unter folgendem Link in Englisch  zu finden:
http://www.no-burn.org/wp-content/uploads/Overcapacity_report_2013.pdf

Zitate aus der deutschen Presseerklärung der GAIA:
Brüssel, 21. Januar 2013: Eine neue Studie zeigt, dass in einigen EU-Staaten die in Betrieb befindlichen Müllverbrennungsanlagen mehr Müll verbrennen könnten, als Müll vorliegt, der nicht stofflich zu verwerten ist.

Die GAIA ist eine internationale Vereinigung mit dem Ziel, Müllverbrennung zu verhindern und sichere, nachhaltige und gerechte Alternativen zu fördern.

In einer Pressemitteilung der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT wird besonders auf die Situation in Bayern eingegangen, denn auch hier wächst der Druck auf Ausweitung der Verbrennungskapazität und ein Beispiel dafür ist die Müllverbrennungsanlage in Schwandorf. 

mehr dazu lesen: Zuviel Müllverbrennung


Bürgeraktion >DAS BESSERE MÜLLKONZEPT< in Bayern e.V
Delegiertenversammlung am 9.Dez.2012 in Nürnberg

30. Dez. 2012 Waltraud Galaske

Die Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT in Bayern warnt davor, in Schwandorf mehr Müll zu verbrennen als im Zweckverband ZMS vertraglich festgelegt wurde. Stattdessen muss Müllvermeidung und getrennte Wertstofferfassung im Vordergrund stehen.

Erfolg zu verzeichnen war in Ettringen. Die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" konnte erreichen, dass auf die geplante EBS Anlage für das Papierwerk Lang mit einem Durchsatz von 410.000 Jahrestonnen verzichtet wurde.

Auf Nachfrage wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gemeldet, dass kein indischer Giftmüll nach Bayern käme.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT hat das Filmprojekt "Wir und der Müll" zu Lehrzwecken in Ecuador finanziell unterstützt.

mehr Informationen unter BMK12


Kein Giftmüll aus Indien 

Waltraud Galaske, 4.11.2012

Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) machte sich zum Vermittler für Giftmüll aus Bhopal/Indien. Bei der Beseitigung dieser giftigen Abfäll wäre nach Einschätzung der GIZ-IS in einer deutschen Sonderabfallverbrennungsanlage ein hohes Schutzniveau sichergestellt. Es wurde von 350 Tonnen "leicht kontaminiertem" Material gesprochen, das mit fünf Transportflügen nach Hamburg geflogen werden soll.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern hat beim zuständigen Bayerischen Staatsministerium nachgefragt. Die Trägerin der Sonderabfallbeseitigung im Freistaat Bayern, die gsb Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH (GSB) würde demnach keinen Sondermüll aus Bhopal in der Verbrennungsanlage in Ebenhausen entsorgen.

Doch nun wurde der Deal abgesagt - Es wurde wohl doch zuviel Kritik ausgesprochen.


Neues Abfallrecht tritt ab 1.6.2012 in Kraft

euroticker 3.5.2012.
Das Gesetz zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts wurde am 29. Februar 2012 veröffentlicht und tritt am 1. Juni 2012 in Kraft.
Von Interesse wird sein, inwieweit die neue Regelung für gewerbliche Sammlungen in der Praxis umgesetzt wird; dies war bekanntlich der Knackpunkt des Vermittlungsverfahren.
Der NABU hat mit weiteren Umweltverbänden die EU-Kommission darauf aufmerksam gemacht, dass das deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz gegen die europäische Abfall-Rahmenrichtlinie verstößt. Denn Deutschland stellt es Abfallerzeugern bzw. Abfallbesitzern weiterhin frei, was sie mit ihrem gut brennbaren Müll machen: Für Papier, Kunststoff, Sperrmüll oder andere Abfälle heißt es deshalb vielleicht bald "Feuer frei", weil die Verbrennung häufig kostengünstiger ist als die Wiederverwendung oder das Recycling. 

Artikel steht nicht mehr online


Reaktion der Politik auf die Resolution

Bundestagsabgeordnete:
Uwe Kekeritz (Bündnis 90/Die Grünen) antwortet am 20.9.11 und stimmt mit den Punkten überein. Er weist auf den Beschluss der Grünen Bundestagsfraktion "Abfallverwertung ist Resourcenschutz" vom 12.4.11 hin. 
Horst Meierhofer (FDP) lässt am 27.9.11 durch sein Büro anrufen. Es wird auf die bisherige schlechte Verwertungsquote hingewiesen, die durch das neue Gesetz mit Hilfe von Privaten verbessert werden soll.
Dr.Bärbel Kofler (SPD) antwortet am 5.10.11 und nimmt die Resolution gerne zur Kenntnis. Viele Forderungen sind deckungsgleich. Sie kritisiert den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens und zusätzliche Gewinne für private Unternehmen.
Landtagsabgeordnete:
Dr.Otto Hünnerkopf (CSU) antwortet am 12.9.11 und sieht zwischen seinen Vorstellungen und der Resolution keinen Dissens.
Thorsten Glauber (Freie Wähler)  bedankt sich per Email am 16.9.11 für die Informationen.


Resolution der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT in Bayern e.V.
am 9.7.2011 in Schweinfurt 
zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz:

Die Neufassung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes bietet die Chance durch Müllvermeidung und stoffliche Verwertung die zu entsorgende Abfallmenge weiter zu reduzieren, so dass alte Müllverbrennungsanlagen stillgelegt werden können.

  1. Müllvermeidung muss im Vordergrund stehen
  2. In der 5-stufigen Hierarchie muss die stoffliche Verwertung Vorrang haben vor einer sogenanten thermischen Verwertung.
  3. Der Einsatz von Recyclingmaterial, wie z.B. Recyclingpapier, soll vorangebracht werden.
  4. Die Biomüllerfassung und -verwertung kann die Restmüllmenge erheblich reduzieren. Dabei soll eine Vergärung mit Biogasnutzung zwar den Vorzug erhalten, eine Biomüllkompostierung aber nicht abgelehnt werden.
  5. Die Vielfalt der bayerischen Sammelsysteme im Hol- und Bringsystem, darf unter dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz nicht aufgegeben werden. Zur Verbesserung der Erfassungsquoten und der stofflichen Verwertungsquoten soll das jeweils vorhandene System optimiert werden.
  6. Die Hausmüllentsorgung inklusiv der Wertstofferfassung soll weiterhin Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und daher Aufgabe der Kommunen sein.
  7. Die in der Verpackungsverordnung verankerte Hoheit der Kommune zur Festlegung der Sammelsysteme und die Abstimmungspflicht der privaten Entsorger mit den Kommunen müsen in das geplante Kreislauwirtschaftsgesetz übernommen werden.
  8. Eine neutrale Stelle zur Erfassung aller Abfall-Mengenströme bei der Erfassung und Verwertung soll eingesetzt werden.
  9. Strahlendes Abbruchmaterial von Atomanlagen muss vom Kreislaufwirtschaftsgesetz ausgeschlossen sein.

Waltraud Galaske im Namen der Delegiertenversammlung


Bürgeraktion >DAS BESSERE MÜLLKONZEPT< in Bayern e.V
Samstag, 9.7.2011 in Schweinfurt

Vortrag um 17.15 Uhr:
Der Atomausstieg stellt die Abfallwirtschaft vor ein heikles Problem: 
(Hartmut Haas-Hyronimus, BN, Aschaffenburg)

Die stillgelegten Atommeiler müssen auch entsorgt werden. Allein beim abgerissenen Versuchsatomkraftwerk Kahl, einem Winzling unter den Anlagen, fielen dabei 31300 t Abbruchmaterial an, so viel wie 500 vollbesetzte  Boeing-737-Flugzeuge.
Wer aber denkt, das verstrahlte Abbruchmaterial wurde sicher gelagert,  irrt: nur ganze 3% wurden kontrolliert zwischen- oder endgelagert, der  Rest, 97%, wurde "freigemessen" und zur uneingeschränkten Nutzung  freigegeben, dh. er unterliegt keiner Kontrolle oder Aufsicht mehr und  sein Verbleib wurde nicht dokumentiert.
Auch die Art und Weise des Abbruchs kann kein Vorbild für den Rückbau  deutscher Atommeiler sein. Möglich wurde dies durch die mangelhafte  Umsetzung der EU-Richtlinien in deutsches Recht, das so keinen ausreichenden Strahlenschutz garantiert.


Chemie und Plastik ist überall

Oft sind es langlebige giftige Substanzen. Bis sie sich zersetzen können Hunderte von Jahren vergehen. So sammeln sich Gifte unaufhörlich in der Umwelt an: In den entlegensten Gebieten der Erde findet sich inzwischen Chemikalien und Plastikmüll. Auch die Ozeane sind mittlerweile verseucht.

Info unter https://www.bund.net/chemie/ und 


Plastic Planet

Der Regisseur, Werner Boote, macht sich in seinem Dokumentarfilm "Plastic Planet" auf eine Reise rund um den Globus, um herauszufinden, welche Konsequenzen der Plastikwahn für uns und unseren Planeten hat.
Ein Film, der uns (vielleicht) zu Plastik-Verweigerern macht

Info unter http://www.plastic-planet.de/


Rohstoffe aus dem Abfall

Spiegel-Online veröffentlicht Artikel über den Rohstoffverbrauch und knapper werdende Rohstoffe.
19. November 2010
siehe unter folgendem Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,729971,00.html


Deutsche Umwelthilfe stoppt irreführende Werbekampagne der Dosenlobby

Forum Getränkedose GbR unterschreibt Unterlassungserklärung – Getränkedose ökologisch nicht auf Augenhöhe mit Mehrweg – Unterschrift erfolgte erst nach Einreichung eines Antrags auf einstweilige Verfügung beim Landgericht Hannover – DUH-Bundesgeschäftsführer Resch: „Getränkedosen sind Mehrwegflaschen ökologisch unterlegen – Stopp der die Verbraucher täuschenden Imagekampagne ist ein Erfolg für die Umwelt und die DUH“

Berlin, 01. September 2010:

Vollständige Pressemitteilung siehe unter folgender Adresse: 
http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2374


Delegiertenversammlung DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern

Samstag, 24.7.10 im Hotel Riegele, Augsburg, Victoriastraße, gegenüber Hauptbahnhof
von 11 - 13 Uhr Delegiertenversammlung mit Berichten und Anträgen
von 14 - 16 Uhr Vorträge zum Thema EBS und Ökologie, Berichte aus den Bürgerinitiativen

Die Bürgeraktion wendet sich weiterhin gegen den Einsatz von Ersatzbrennstoff aus Müll und gegen jegliche Art von Material- und Energieverschwendung.

Ein Kurzbericht in pdf-Format kann hier eingesehen werden


Bunkerbrand in Nürnberger Müllverbrennung

(21.4.2010) Bürgerverein St.Leonhard/ Schweinau (auszugsweise)

Schwelbrand in der MVA Nürnberg: 30 Meter hohe Rauchwolke giftig?

Aus bislang noch ungeklärten Gründen ist um 2 Uhr in der Nacht ein Feuer in der Nürnberger Müllverbrennungsanlage (MVA) ausgebrochen. In den frühen Morgenstunden stieg eine über 30 Meter hohe Rauchsäule auf und bis zur gegenwärtigen Stunde gelang es der Feuerwehr nicht den Brand zu löschen. Die Berufsfeuerwehr, der zeitweise sogar der Löschschaum ausging, rechnet damit, dass die Löscharbeiten bis in die Nacht andauern werden. 

Inzwischen hat so auch das Landesamt für Umweltschutz (LfU) als Überwachungsbehörde der MVA auf eine Anfrage des Bürgervereins reagiert und gegenüber dem Vereinsvorstand mitgeteilt, eine Gefahrenlage für die Bevölkerung habe aus seiner Sicht nicht bestanden. Wegen “der vielfältigen und nicht exakt bekannten Müllzusammensetzung” könnte eine derartige “außenwirksame Betriebsstörung” trotz intensiver betrieblicher Überwachungs- und Vorsorgemaßnahmen nicht vollständig ausgeschlossen werden.


Klimaschutz durch Vermeidung und Verwertung

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern warnt weiterhin davor, Überkapazitäten bei den Müllverbrennungsanlagen zu schaffen.

Stattdessen soll Müllvermeidung und mehr getrennte Wertstofferfassung im Vordergrund stehen. Dabei könnte durch die stoffliche Nutzung mehr Energie eingespart werden, als bei einer Verbrennung derselben erzeugt wird.

Müllvermeidung ist der beste Klimaschutz,

  • denn jeder Stoff, der nicht erzeugt wird, braucht nicht energieintensiv und rohstoffverbrauchend hergestellt werden.
  • eine Weiterverwendung spart mehr Energie als die stoffliche Verwertung.
  • ein umweltbelastender Einsatz von Beseitigungstechnologien ist nicht notwendig.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bayern unterstützt die BUND Position 49 "Wege zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft", in der die Verbrennung von Rohstoffen als Energieverschwendung entlarvt wird.

Der Arbeitskreis Abfall des BUND hat dieses Positionspapier "Wege zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft" die BUND Position 49 erarbeitet. Müllverbrennung, besonders in der neuen Form der Mitverbrennung in Industrieöfen und sogenannten Ersatzbrennstoff-Anlagen wird der Kampf angesagt. Vorrang sollen Müllvermeidung und Verwertung haben.

weitere Informationen:
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/bund/position/ressourcen_abfallwirtschaft_position.pdf

Gefahr für getrennte Wertstofferfassung

Bürgeraktion sieht die getrennte Wertstofferfassung in Gefahr

Fürth, den 27.11.2015, Müllkonzept, Waltraud Galaske

Die Delegierten der Bürgeraktion "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT" in Bayern legen bei ihrer 
Versammlung in Nürnberg besonderen Wert auf sortenreine Erfassung von Wertstoffen, denn dies ist die beste Gewähr für eine stoffliche Verwertung. 
Das neue Wertstoffgesetz in der vorliegenden Form, könnte die Kommunen bei der Wertstofferfassung und deren Eigenvermarktung behindern .

Nach dem Entwurf des Wertstoffgesetzes sollen zusätzlich zu den Verpackungen auch die stoffgleichen Nichtverpackungen erfasst werden. Hartmut Hoffmann, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Abfall und Rohstoffe, lobt einerseits, dass die Kunststoff-Verwertung ohne die bestehende Verpackungsverordnung nicht so weit fortgeschritten wäre, weist aber auch auf den gerigen Zuwachs von Kunststoffen durch die Neuordnung hin.  Rückblickend zeigt er auch auf, dass die Abfalltrennung von den Bürgerinitiativen in den 80er Jahren duch die getrennte Sammlung von Glas, Papier, Metallen und Altkleidern vorwärtsgebracht wurde, also noch vor der Einführung der bundesweiten Verpackungsverordnung vor 25 Jahren.  
Probleme sieht die 
langjährige Vorsitzende Waltraud Galaske aus Fürth, da rentable Wertstoffsammlungen (z.B. Metalle), für die jetzt die Kommunen zuständig sind, dann in die Zuständigkeit der privatrechtlichen "Systeme" übergehen. Galaske fordert deshalb, dass die Verantwortung der gesamten Wertstoffsammlung bei den Kommunen bleiben solle. Im Entwurf ist lediglich vorgesehen, dass sich die dann zuständigen „Systeme“ lediglich mit den Kommunen abzustimmen haben.

Josef Metzger aus Friedberg, neu in den Vorstand gewählt, findet die vorgegebenen Verwertungsquoten immer noch als viel zu niedrig angesetzt und warnt davor, dass weiterhin eine große Menge an Wertstoffen in die Müllverbrennung wandern könnte. Metzger befürchtet zudem, dass die Kommunen mit Wertstoff-Bringsystemen, die eine relativ sortenreine Trennung anbieten, durch das Wertstoffgesetz zu Holsystemen mit vermischten Stoffen gezwungen werden könnten. Eine Vermischung der Wertstoffe, wie z.B. in den Gelben Säcken/Tonnen, verschlechtere die stoffliche Verwertung, so dass dann anteilig mehr verbrannt werden würde. Sowohl die Rohstoffe, als auch große Teile deren Energie, gingen bei der Verbrennung verloren.   

Müllverbrennungsanlagen den Abfall wegnehmen

Enttäuschend findet Waltraud Galaske, dass durch die Abfallgesetzgebung bisher kaum Abfälle vermieden werden. DAS BESSERE MÜLLKONZEPT wird weiterhin, die viel zu hohe Abfallmengen ankreiden, die in Bayern verbrannt werden. 
Um weniger Abfälle zu verbrennen, soll auch für mehr Verwertung von 
Bioabfällen durch Kompostierung oder Biogaserzeugung geworben werden. In den Kommunen ist eine Biomüllsammlung durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes eigentlich ab 2015 Pflicht. „In Bayern gibt es noch viel Nachholbedarf, denn 15 Kommunen haben noch keine Biomüllerfassung und bei noch mehr Kommunen ist die Erfassung nicht flächendeckend oder noch unvollständig umgesetzt“, so Galaske.

Müllverbrennung behindert Wertstofftrennung

Waltraud Galaske, 25.01.2013

Die Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT BAYERN unterstützt die Kritik der internationalen Vereinigung GAIA gegen zu hohe Kapazität bei Müllverbrennungsanlagen in Deutschland.

Die Studie zeigt kurz zusammengefasst auf, 
- dass u.a. Deutschland Verbrennungsüberkapazität hat.
- dass der europaweite Mülltransport zunimmt.
- dass die Verbrennungskapazität weiter ausgebaut werden soll.
- dass zunehmende Kapazität und Mülltransporte den Recyclingzielen entgegenstehen.

In einer Pressemitteilung der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT wird besonders auf die Situation in Bayern eingegangen, denn auch hier wächst der Druck auf Ausweitung der Verbrennungskapazität und ein Beispiel dafür ist die Müllverbrennungsanlage in Schwandorf. 

Situation in Bayern

So könnte z.B. der ostbayerische Abfallzweckverband ZMS die hohen Verbrennungsraten (im Jahr 2011: 445.000 Jahrestonnen) in der Müllverbrennung Schwandorf drosseln, wenn die Biomüllsammlung ausgeweitet werden würde und für die Anlieferung von Gewerbemüll eine bessere Vortrennung gefordert werden würde.

In Bayern besteht derzeit eine Müllverbrennungskapazität von ca. 3,2 Mio.Tonnen pro Jahr. Davon kommen aber nur max. 2,7 Mio.Tonnen Restmüll pro Jahr aus Bayern, die Differenz wird mit Gewerbeabfällen zur thermischen Verwertung aufgefüllt. 
Gäbe es mehr Abfallvermeidung und würde die Abfalltrennung besser durchgeführt werden, so bliebe nur noch die Hälfte des Restmülls übrig für die Verbrennung. Dann könnten einige Müllverbrennungsanlagen ausgeschaltet werden.

DAS BESSERE MÜLLKONZEPT in Bayern hat in den letzten 25 Jahren zusammen mit Bürgerinitiatven vor Ort das Entstehen von neuen Müllverbrennungsanlagen erfolgreich bekämpft, so dass nicht noch mehr Kapazität aufgebaut werden konnte. Damit wurden den normalen Haushalten viel Gebühren erspart, für Anlagen und für Kapazität, die letztendlich nicht benötigt wurden.

GAIA

Die GAIA ist eine internationale Vereinigung mit dem Ziel, Müllverbrennung zu verhindern und sichere, nachhaltige und gerechte Alternativen zu fördern. In Deutschland hat die Vereinigung Kontakte zu Aktiven u.a. in der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT.

Ein "Report" zu den Überkapazitäten ist unter folgendem Link in Englisch  zu finden:
http://www.no-burn.org/wp-content/uploads/Overcapacity_report_2013.pdf

weitere Aufstellungen siehe unter:
http://www.no-burn.org/incineration-and-waste-to-energy-resources/

Zitate aus der deutschen Presseerklärung der GAIA:
Brüssel, 21. Januar 2013: Eine neue Studie zeigt, dass in einigen EU-Staaten die in Betrieb befindlichen Müllverbrennungsanlagen mehr Müll verbrennen könnten, als Müll vorliegt, der nicht stofflich zu verwerten ist. 
"Die Ziele für ein ressourcen-effizientes Europa und die Recyclingziele können nicht erreicht werden, ohne eine strenge Kontrolle der Müllverbrennungskapazität durch die Europäische Kommision", so Joan Marc Simon, Koordinator von GAIA.

Delegiertenversammlung 2016

Bürgeraktion >DAS BESSERE MÜLLKONZEPT< Bayern e.V.

Delegiertenversammlung am 16.Okt.2016 in Nürnberg

 von links: Wolfgang Nowak (Kassier), Raimund Hulke (Kassenprüfer), Hannes Hüttinger (Vorstand), Heike Weiß (Schriftführerin), Josef Metzger (Vorstand), Waltraud Galaske (Vorstand)

Rechenschaftsberichte des Vorstands durch 
Waltraud Galaske:  Das Jahr war geprägt von der Auseinadersetzung mit der Nachfolgegesetzgebung der Verpackungsverordnung. Besonders wichtig ist der Erhalt der getrennten Erfassung von Wertstoffen, da dann eine bessere Verwertung stattfinden kann. Auch die bisher festgeschriebene Mehrweg-Quote soll erhalten bleiben.
Josef Metzger: Ein weiterer Schwerpunkt war die Beobachtung der Entwicklung bei der getrennten Erfassung von Biomüll in Bayern. Hier sind besonders die Großstädte in der Pflicht, eine Verbesserung anzubieten. Der Besuch von guten Beispielen z.B. bei Biogasanlagen wird fortgesetzt.

Bericht aus den Bürgerinitiativen
Rehau: Besichtigung der neusten Biomüll-Vergärungs-Anlage in Bayern. Hier erfolgt eine sehr akribische Abtrennung von Fremdstoffe und es entsteht ein sauberer Kompost. 
Fürstenfeldbruck: Eine Veranstaltung zur Biomüllerfassung und -Verwertung zeigte Erfolg. Der Landkreis geht in die Planung einer Biomüll-Vergärungs-Anlage.
Ansbach: Gegen die zunehmende Plastikflut wurde eine Aktion mit Papiertüten gestartet. 
Wasserburg/Inn: Bei einem Besuch bei der BI gegen eine Deponie der Klasse II wurde deren Widerstand bestärkt. Die Deponie soll auf eine schon teilweise verfüllte Kiesgrube oberhalb des Inn aufgebaut werden.
Schweinfurt: Die Erfassung von Biomüll liegt noch im Argen. Die Bürgerinitiative plant Aktionen zur Einführung einer stadtweiten Biomülltonne.

anschließender Vortrag

"Wertstofferfassung und Abfallvermeidung was nun?"

Dr. Hartmut Hoffmann (Sprecher BUND Arbeitskreis Abfall und Rohstoffe)
Was bringt ein Wertstoffgesetz oder ein Verpackungsgesetz?

Das Duale System mit dem Gelben Sack/ der Gelben Tonne steht zwar sehr in der Kritik, aber ohne die Verpackungsverordung wäre die Kunststoffverwertung noch nicht so weit fortgeschritten. Im ursprünglich geplanten Wertstoffgesetz wurde die Erfassung auch auf stoffgleiche Nicht-Verpackungen ausgedehnt. Nachdem die Schwierigkeiten der Umsetzung nicht so leicht zu bewerkstelligen waren, wurde vom Bundesministerium nun ein Verpackungsgesetz formuliert. Ob dieses noch in der Legislaturperiode ratifiziert wird ist fraglich.
Hartmut Hoffmann befürchtet, dass es durch den Widerstreit der unterschiedlichen Interessen kein Ergebnis vor der nächsten Bundestagswahl im September 2017 geben werde. Dies sei schade, weil für die werkstoffliche Verwertung im neuen Entwurf höhere Quoten vorgesehen seien, so z.B. eine Erhöhung bei Kunststoffen von 36% auf 58,5%, wobei frühere ambitionierte Vorgaben schon „eingedampft“ worden seien. 

Weitere Informationen